Diskussion mit dem Bürgermeister

Unser Verein hatte vor einiger Zeit alle Kandidaten der kommenden Bürgermeisterwahl mit einer offenen Einladung zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Verkehr in Limburg eingeladen. Bürgermeister Martin Richard hatte zugestimmt, Mitgliedern und Vorstand des Vereins am 30. April für eine Diskussion zur Verfügung zu stehen.

Mehrere Stunden lang stand Bürgermeister Martin Richard 170 interessierten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort.

Er vertrat dabei seine bereits bekannte Meinung, nach der die Umgehung für Limburg erforderlich sei. Über das weitere Verfahren hielt er sich jedoch bedeckt - wiederholt sprach er von "ergebnisoffenen Untersuchungen", von der Planung, die die Stadt "für das Land übernommen" habe und vom "erklärten Willen der Mehrheit der Stadtverordneten".

Vieles sei derzeit noch Spekulation, insbesondere im Hinblick auf das Natura 2000-Gebiet, jedoch bestehe auch für die Innenstadt dringender Bedarf nach Entlastung.

Aufgrund des Verfahrens liegen die Entscheidungen für eine Südumgehung und die in Frage kommende Variante beim Bund, die Stadt entscheide dann lediglich, "ob sie sich anschliesst". Martin Richard geht davon aus, egal welche Trasse letzlich genommen wird, dass es Gruppen gibt, die ein Bürgerentscheid anstreben werden, um gegen die dann gewählte Trasse vorzugehen. Dieser Bürgerentscheid könnte jedoch erst nach einer Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung stattfinden.

Fragen nach dem generellen Sinn der Südumgehung beantwortete Martin Richard ausweichend. Den Ausbau des ehemaligen Bahn-Ausbesserungswerkes, der zu einer zusätzlichen Belastung der Diezer Strasse führen wird, kommentierte er dahingehend, dass eine "Null-Nutzung ohne Verkehr" nicht möglich sei. Auf den Verlust von Ackerfläche angesprochen, entgegnete Richard: "Jede politische Entscheidung ist eine Abwägung: Wollen wir Ackerland oder Verkehrsentlastung?" Auf die Bedeutung der Limburger Südumgeung als Teil einer Ost-West-Verbidung angesprochen, bestätigte Richard, dass ihm solche Planungen in Hessen nicht bekannt seien.

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Pressemitteilung Mai 2009

Am 29. Mai veröffentlichte der Vereinsvorstand eine Pressemitteilung, in der die Stadt Limburg aufgefordert wird, ihre Verkehrskonzepte generell zu überdenken

Pressemitteilung Mai 2009 - Belege

Die in der Pressemitteilung genannte Summe von ca. 70 Millionen Euro wird in diesem gesonderten Beiblatt aufgeschlüsselt.

Weitere Informationen

09.06.2009
Tennisclub Rot-Weiss warnt vor "Funktionsverlust"

Der Tennisclub Rot-Weiss hat Bürgermeister Richard auf einen "Funktionsverlust" des Vereins hingewiesen, wenn die Südumgehung in der Variante 1/1a gebaut werde. In der von der Stadt Limburg veröffentlichten Planskizze sei ersichtlich, dass bei der Umsetzung des Projektes eine Standspur den Platz 4 der Anlage direkt berühren würde. Darüber hinaus würde die gesamte Trassenführung den Spielbetrieb "absolut unmöglich machen würde". Eine notwendige Umsiedlung würde Kosten in geschätzter Höhe von zwei bis drei Millionen Euro verursachen, die von der Stadt getragen werden müssten.

05.06.2009
Über 2300 Unterschriften gegen Südumgehung

Der Verein hat seine Unterschriften im Rathaus abgegeben. Eine "feierliche" Übergabe kam allerdings nicht zustande. Nachdem die Vereinsvertreter feststellten, dass der Briefkasten vor dem Rathaus einfach zu klein war, um all die Listen mit Unterschriften zu fassen, ging es zur Abgabe eben rein in die Stadtverwaltung.

04.06.2009
Richard gegen Hahn - das Duell

Beim Bürgerforum der NNP mit ging es um den Verkehr in der Stadt und wie man ihn raushalten könnte. Die "Bürger gegen die Südumgehung" hatten sich in ihre Vereinskluft geworfen, ihre Demoplakate mitgebracht und in der ersten Reihe postiert. Und die Verkehrspolitik war denn auch das beherrschende Thema bei der Podiumsdiskussion.

03.06.2009
Neue Planungen gefordert

In einem Punkt sind sich die Gegner der Südumgehung einig: mit den zur Zeit vorgesehenen Trassen wird es nicht die versprochene Entlastung der Innenstadt geben. Von einem Bürgerentscheid halten die "Bürger gegen die Alttrasse" nichts, denn dadurch würde über Jahrzehnte ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis in der Südstadt verhindert. Der Verein "Keine Südumgehung Limburg e.V." forderte die Stadt auf, die bisherigen Planungen einzustellen, da das Projekt in der Grössenordnung von 70 Millionen Euro seine eigentliche Zielsetzung nicht erreichen und massive Schäden für die Bürger von Limburg und Umgebung bringen würde.

03.06.2009
Wer wird der neue Bürgermeister in Limburg?

Bürgermeister Martin Richard (CDU) und sein Herausforderer Dr. Marius Hahn haben sich in der Podiumsdiskussion der NNP zur Bürgermeisterwahl beide für einen Bürgerentscheid zur Südumgehung ausgesprochen. 

30.05.2009
Hahn lehnt Südtangente "strikt ab"

Der Bürgermeisterkandidat Dr. Marius Hahn stellte sich den kritischen Fragen interessierter Bürger auf einer Podiumsdiskussion des Vereins "Keine Südumgehung Limburg e.V." in Linter. Hahn machte klar, dass er die Südumgehung strikt ablehne. Am liebsten sei es ihm, ganz auf eine bauliche Massnahme zu verzichten. Die Gutachten bezögen viele Kostenfaktoren gar nicht ein. 

06.05.2009
Südumgehung: Einigung nur über Bürgerentscheid?

Bürgermeister Martin Richard sprach auf einer vom Verein ausgerichteten Podiumsdiskussion in Linter. Er rechnet damit, dass die endgültige Entscheidung über den Bau in einem Bürgerentscheid herbeigeführt wird.

05.05.2009
Einwohner wollen keine Südumgehung

Bürgermeister Richard steht den Vereinsmitgliedern auf der Diskussionsveranstaltung des Vereins Rede und Antwort. Er geht davon aus, dass es einen Bürgerentscheid zum Thema Südumgehung geben wird.